Kulturzeitschrift VivArt – 2013: Angela Glajcar

Angela Glajcar ist international mit ihrer Kunst unterwegs.
Jetzt erscheint ihr Werkverzeichnis!

Als Künstlerin des Jahrgangs 1970 hat sie eigentlich schon ziemlich viel erreicht! Sie hat bei dem Besten ihres Faches gelernt, Stipendien und Auszeichnungen erhalten und zahlreiche Galeristen und Sammler aus dem In-und Ausland wollen ihre Kunst. 15 Jahre ist sie nun schon erfolgreich freie Künstlerin, lehrt an der Universität Gießen, managt dabei mit ihrem Mann die Familie mit zwei Töchtern. Einsatz, Gespür und eine unermüdliche Neugierde scheinen sich zu lohnen. Und jetzt auch noch das!

Im März erscheint im renommierten Kölner Wienand Verlag das Werkverzeichnis der Nieder-Olmer Bildhauerin Angela Glajcar.  Herausgegeben wird der Band von der Kölner Rechtsanwältin und Kuratorin Sasa Hanten. Mehr als tausend Objekte, Reliefs und Rauminstallationen haben die beiden in den letzten eineinhalb  Jahren aus ihrem Atelier, aus Museen, Galerien und Sammlerhäusern zusammengetragen. Es wurde akribisch recherchiert, fotografiert und archiviert – um nun dieses stattliche Werk zu präsentieren. Auf fast 300 Seiten mit mehr als 900 Abbildungen erhält der Leser einen grandiosen Überblick über das bisherige Schaffen der umtriebigen Künstlerin.  Neben ihrem üblichen Tagwerk bedeutete das für Angela Glajcar in den letzten Monaten, zurückschauen und Ordnung reinbringen. In ein bildhauerisches Werk, das sie in den 90ern mit Stahl und Holzarbeiten beginnt und das ab 2002  mehr und mehr von fragileren Materialien wie weißen Papierbahnen, leuchtenden Kunststoffen (ab 2005) oder zartem Glasgewebe (ab 2010) geprägt wird. (……)   Papier erweitert ihr Schaffensspektrum enorm, vom praktischen Anspruch bis zur inhaltlichen Gestaltung:  es ist leicht, flexibel und fragil im Einzelnen, schwer und massiv in der Masse. Da ist sie also wieder, die dialektische Wirkung, die sie in annähernd jeder Arbeit erzielt – ob als Relief an der Wand, als große Installation in einer Kirche oder in einem öffentlichen Gebäude.  Ob als schwebende, aufsteigende oder mit dem Boden verhaftete, schwer wirkende Installation. Unbedingt muss es weißes Papier, muss es ein weißer Werkstoff sein – der klar und hell in der Erscheinung, spontan etwas von Reinheit und Wahrheit assoziieren lässt. Zudem reflektiert dieser das Licht der Umgebung am besten, verändert eine Installation durch die Tageszeiten hindurch (…).